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Windows Phone 7: Was wir wissen und nicht wissen

Mittwoch, 17. Februar 2010

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Um im Kampf gegen Apple und Google bestehe zu können, hat Microsoft das einzig richtige getan und radikal mit früheren Versionen von Windows Mobile gebrochen. Wir zeigen Ihnen, dass die Software mehr Sex-Appeal hat als der neue Name 'Windows Phone 7 Series'. Dennoch bleiben eine Reihe Fragen offen.

Im Mittelpunkt der Software steht ein überarbeiteter Startbildschirm. Er ist in so genannte Hubs, sprich Themenbereiche unterteilt. Diese können vom Nutzer konfiguriert werden und werden bei neuen Nachrichten, Anrufen etc. automatisch aktualisiert. Der Hub 'People' ist laut Microsoft der wichtigste. Hier fließen sämtliche Kommunikationsströme der Web-2.0-Welt zusammen - egal ob sie via SMS, Twitter, Facebook oder E-Mail eingegangen sind.

Daneben gibt es fünf weitere Hubs: Pictures, Games, Musik und Video, Marketplace und Office. Pictures soll das Veröffentlichen von Handy-Schnappschüssen erleichtern. Erstmals integriert Microsoft den Zugriff auf seine Online-Spiele-Plattform Xbox Live in ein Smartphone und macht dort erhältliche Spiele für Handys nutzbar. Der Hub Office fasst Büroanwendungen wie OneNote, Sharepoint und Outlook zusammen.

Dazu gibt es jetzt Bing auf Knopfdruck. Mit Hilfe einer dedizierten Bing-Taste soll sich von fast jeder Anwendung aus eine Suche starten lassen. Der mitgelieferte Browser basiert auf der Desktop-Version des Internet Explorer – wurde aber sowohl in Sachen Darstellung als auch bei der Geschwindigkeit für den Smartphone-Einsatz angepasst.

Beim Design des mobilen Betriebssystems hatte Microsoft nach eigenen Angaben vor allem ein Ziel: Anwendern "ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern". Erst einmal aber müssen sie warten. Die ersten Geräte mit Windows Phone 7 sollen in der zweiten Jahreshälfte auf den Markt kommen. Preise, Akkulaufzeiten, Plattform-Details, Speicher- oder hardware-Kapazitäten – dazu gibt es bislang keine oder nur sehr wenige Informationen.

Vor allem bei den hardware-Vorgaben hat Microsoft die Zügel deutlich straffer als bisher angezogen. Offenbar müssen Handy-Produzenten viele Bauteile ihrer künftigen Handys von vorgegebenen Herstellern beziehen, wenn darauf Microsofts neues Betriebssystem laufen soll.

Befürchtungen, diese engen Fesseln könnten die Bandbreite neuer Handys einschränken, lies Ballmer nicht gelten: Man verlasse sich da ganz auf die Kreativität der Partnerfirmen, die es sicher fertigbrächten, trotz der strengen Vorgaben deutlich voneinander unterscheidbare Geräte zu bauen.

Sie werden von allen namhaften Herstellern kommen, darunter HTC, Dell, Garmin-Asus, HP, LG, Samsung, Sony Ericsson, Toshiba und Qualcomm. Außerdem hat sich Microsoft auch die Unterstützung aller großen Mobilfunkanbieter gesichert, zu denen beispielsweise die Deutsche Telekom, AT&T, Vodafone, Orange, Sprint, T-Mobile USA und Verizon Wireless gehören.

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