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Siemens verlustreiche Trennung von Gigaset
Nach jahrelangem Streit mit dem Investor Arques trennt sich Siemens endgültig von der ehemaligen Telefonsparte Gigaset, verzichtet dabei aber auf einen Teil seiner Forderungen.
Bislang hatte Siemens noch 19,8 Prozent an dem Telefonhersteller gehalten. Arques hatte noch eine Option, auch die restlichen Siemens-Anteile zu übernehmen. Diese sei am Dienstag gezogen worden, wie das Unternehmen mitteilt.
Siemens und Arques lagen sich in den vergangenen Jahren in einem erbitterten Streit in den Haaren. Dabei ging es um den Kaufpreis und die finanzielle Ausstattung von Gigaset. Dieser Streit scheint nun beigelegt. Laut Informationen des Handelsblatts soll Siemens dabei auf Forderungen in Höhe von 12,5 Millionen Euro verzichtet haben.
2008 hatte Arques die Telefonsparte von Siemens gekauft. Offenbar aber hat Arques nie Geld für das Unternehmen bezahlt. Siemens hatte Arques sogar wegen Betrugs angezeigt. Daraufhin durchsuchte die Polizei Büros des Starnberger Unternehmens. Management-Fehler und der andauernde Rechtsstreit mit Siemens hatten Gigaset in finanzielle Schieflage gebracht. Ende August kündigte Arques an "konstruktive Gespräche" mit Siemens zu führen.
Mit einem Verzicht auf 12,5 Millionen Euro will Siemens offensichtlich das Thema endlich vom Tisch bekommen. Der Verzicht ist, wie das Handelsblatt berichtet, an Bedingungen geknüpft und inzwischen scheint Arques auch weitere Verbindlichkeiten bei Siemens bezahlt zu haben. Nachdem der Investor nach einer Kapitalerhöhung 40 Millionen Euro bei Gigaset investiert hat, ist das Unternehmen so gut wie saniert, so dass die rund 1300 Angestellten sogar bis Ende 2013 eine Jobgarantie haben. Für 2010 rechnet Gigaset mit einem ausgeglichenen Ergebnis. Die restlichen fünf Arques-Beteiligungen sollen jetzt verkauft werden und Arques werde sich voll auf Gigagaset konzentrieren.
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